Zusammengesetztes Wort aus dem englischen Verb “to be able” (dt. fähig sein) und der deutschen Endsilbe “-ismus”.
Abwertung/ Diskriminierung von Menschen mit (meist sichtbarer) Körper- oder Lernbehinderung.

Ableismus ist das Fachwort für die strukturelle Diskriminierung aufgrund von körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung oder Lernschwierigkeiten. Durch die begriffliche Nähe zu Sexismus oder Rassismus wird gezeigt, dass es bei Ableismus um mehr als reine Behindertenfeindlichkeit geht. Der Begriff steht auch für gesellschaftliche Machtverhältnisse, die durch die Abwertung “Anderer” durch ein vermeintliches normiertes und leistungsfähiges Ideal aufrecht erhalten werden sollen.
Ableismus ist eine strukturelle Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und damit mehr als eine reine Behindertenfeindlichkeit.
Beispiel für Ableismus:
- Teilhabe an alltäglichen Aktivitäten wird verkompliziert durch z.B. extra Anmeldung bei Bahnfahrten, Konzerten, …
- Lob dafür, dass man alltägliche Dinge “trotz” Behinderung macht
- Verwendung von “behindert”, “blind”, “taub” etc. als Schimpfwort
- Verniedlichung/ Verkindlichung
Quellen:
Sebastian Pertsch (Hersg.), “Vielfalt”, Duden, 2023, ISBN: 9783411756018
In unserem Podcast sprechen wir das erste Mal über Ableismus in der Folge “Mutter sein in der Wissenschaft – eine Suche nach dem Kern der Unvereinbarkeit“. Außerdem haben wir dem Thema eine komplette Folge gewidmet: “Diversity in der Wissenschaft – Ableismus und Barriere(Un)freiheit im Hochschulsystem“