Begriff, der die Homogenität von deutschen Führungsetagen beschreibt.

Im Jahr 2017 gab es in den deutschen Führungsetagen mehr Männer, die Thomas oder Michael (49) hießen, als Frauen (46).
Der Thomas-Kreislauf beschreibt, dass Führungskräfte besonders häufig Personen (be-)fördern, die ihnen ähnlich sind. Dies führt zu systematischer Chancenungleichheit und Diskriminierung, sowie der Schaffung homogener Führungsetagen.
Innovatives und selbstkorrigierendes Potential sowie kreative Arbeitsweisen aus unterschiedlichen Perspektiven gehen so verloren.
Der Thomas-Kreislauf zeigt das Muster, mit dem Führungskräfte in deutschen Unternehmen rekrutiert werden. Ein Thomas befördert einen Thomas befördert einen Thomas. Konkret heißt das, dass wenig Variation im Hinblick auf Geschlecht, Alter, Herkunft oder Bildungshintergrund ge(be)fördert wird.
Diese mangelnde Diversität setzt sich auch in unteren Hierarchiestufen fort und kann sich negativ auf Gleichstellung und auch Innovation in Unternehmen auswirken.
Quelle:
Über den Thomas Kreislauf an Hochschulen sprechen wir in “Diversity in der Wissenschaft: Einführung ins Thema & Klassismus“.