Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken oder die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen.
Viele Personen identifizieren sich mit mehreren, verschiedenen Gruppen und sind daher von multiplen Diskriminierungsformen betroffen. Diese können nicht gesondert von einander betrachtet werden, sondern führen zu völlig neuen und oftmals besonders prekären Ausgangssituationen.
Beispiele für Zugehörigkeiten, die intersektional eingeordnet werden müssen, sind unter anderem:
- Geschlecht
- (Soziale) Herkunft
- Ethnie
- Sexuelle Orientierung
- Geschlechtsidentität
- Alter
- uvm.

Der Begriff #Intersektionalität wurde Anfang der 90er Jahre von Kimberlé Crenshaw geprägt. Sie zeigte anhand der Analyse verschiedener Gerichtsverfahren und deren Entscheidungen auf, dass intersektionale Diskriminierung (wie sie z.B. Frauen of Color oder behinderte Personen of Color erleben) – z.B. vor Gericht – nicht gesehen/anerkannt und entsprechend berücksichtigt wird. Im konkreten Beispiel musste sich eine Frau of Color vielmehr “entscheiden”, ob sie sich mit ihren Anliegen der Gruppe weiblicher Person oder aber der Gruppe People of Color zugehörig fühlten.
Intersektionalität ist – nicht nur – im Feminismus mittlerweile ein einflussreiches und unverzichtbares Element geworden, um die Komplexität von Diskrimierung hinreichend verstehen, bewerten und bekämpfen zu können.
In unserem Podcast begegnet uns der Begriff Intersektionalität regelmäßig, u.a. in diesen Episoden:
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Mutter sein in der Wissenschaft – eine Suche nach dem Kern der Unvereinbarkeit
- Diversity in der Wissenschaft: Einführung ins Thema & Klassismus
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Diversity in der Wissenschaft – Hürden und Herausforderungen für queere Personen
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Diversity in der Wissenschaft – Ableismus und Barriere(un)Freiheit im Hochschulsystem