Der Gender Pay Gap beschreibt einen geschlechtsspezifischen Lohnunterschied.
In Deutschland liegt der unbereinigte Gender Pay Gap bei 16 % und der bereinigte bei 6 %. Beim bereinigten Gender Pay Gap werden Verdienstunterschiede aufgrund struktureller Unterschiede, z.B. Unterschiede im Hinblick auf Beruf, Branche, Beschäftigungsumfang, Qualifikation oder Karrierelevel herausgerechnet.
Es gibt Kritik am “bereinigte” Gender Pay Gap. Denn, Frauen arbeiten im Schnitt mehr am Tag, verdienen aber weniger, da Care Arbeit (die Pflege von Angehörigen, Hausarbeitenm Kinderbetreuung) nicht nezahlt wird. Somit macht der bereinigte Pay Gap die Gründe für die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt unsichtbar.

Beim Gender Pay Gap handelt es sich um einen geschlechtsspezifischen Unterschied in der Bezahlung von Erwerbsarbeit. Dieser Unterschied hat viele Gründe, unter anderem die unbezahlte (Mehr)Arbeit von Frauen im Care-Bereich (Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Haushaltsaufgaben…) aber auch z.B. die “Gläserne Decke” (siehe unsere Folge zur Leaky Pipeline) oder die höhere Anzahl von Frauen in Berufen, die meist schlechter bezahlt sind. Und auch hier gilt es zu beachten, dass oft nicht Frauen sich die Jobs aussuchen, die schlechter bezahlt sind, sondern dass diese Jobs schlechter bezahlt werden, weil häufiger Frauen dort arbeiten (Gender Wage Penalty: https://serval.unil.ch/resource/serval:BIB_394986C05943.P001/REF).
Wusstet ihr, dass dieses Jahr der Equal Pay Day am 7. März 2025 war? Dieser Tag markiert symbolisch den Tag bis zu dem Frauen in Deutschland unbezahlt gearbeitet haben.
Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html
Wusstet ihr, dass es auch im wissenschaftlichen System einen geschlechtsspezifischen Lohnunterschied gibt? Über den Gender Pay Gap in der Wissenschaft sprechen wir in der Folge “Leaky Pipeline – wo und warum gehen Frauen der Wissenschaft verloren?“.