Whataboutism dient der Relativierung eines Missstandes und der Manipulation einer Diskussion.

Der Begriff kommt in Diskussionen immer häufiger vor und wird als Ablenkungstechnik genutzt, indem man eine Gegenfrage anbringt oder auf einen anderen Missstand verweist. Whataboutism ist in einer Diskussion nicht immer leicht zu erkennen, da Gesprächspartner:innen häufig überrumpelt werden. Eine sachliche Argumentation wird vorgetäuscht, während tatsächlich eher auf emotionaler Ebene argumentiert wird.
Entdeckst du Whataboutism in einer Diskussion gibt es je nach Situation verschiedene Möglichkeiten darauf zu reagieren:
- Bleibe ruhig und verfalle nicht in eine Abwehrhaltung
- Erkenne Probleme an (wenn sinnvoll) und verschiebe die Diskussion darüber auf einen anderen Zeitpunkt
- Das Argument mit Fakten widerlegen, falls es falsch sein sollte
Beispiel:
These: Frauen haben nicht die gleichen Karrierechancen wie Männer.
Whataboutism: Früher durften Frauen in Deutschland ja noch nicht mal arbeiten ohne Erlaubnis.
Antwort: Gerade sprechen wir über die Herausforderungen heutzutage, um Frauen gleiche Karrierechancen zu ermöglichen. In den letzten Jahrzehnten wurde schon vieles erreicht. Dies heißt aber nicht, dass dadurch bereits eine tatsächliche Gleichstellung herrscht.
Wir sprechen in der Folge “Leaky Pipeline – wo und warum gehen Frauen der Wissenschaft verloren?” über Whataboutism.